Kinder und Inklusion in Transition Towns

Die Idee für diese Gruppe entstand auf der TT Konferenz in Witzenhausen.

Eltern und Nicht-Eltern können sich hier zu Themen rund um Kinder austauschen.

Vielleicht fällt uns auch noch ein schmissigerer Titel ein.


Grob kann es um Themen gehen wie

 

-Umgang mit Werbung/Konsum/ Peer-Group Druck, der vielleicht einigen TT-Prinzipien gegenüber steht

- (freien und alternativen) Bildungswegen

- Kinderfreundlichkeit in TT Inititativen und Veranstaltungen

- Familienleben, aber wie? Kleinfamilie/ Gemeinschaft oder was?

- Ein buntes TT Familientreffen nächstes Sommer zu planen

- TT Bilderbücher und Spielsachen zu bauen und zu malen

und natürlich auch alles andere was uns als Eltern bewegt, insbesondere fände ich auch einen Austausch über die Mutterrolle und Ökofeministische Themen schön!

 und vieles mehr!

Schreibt einfach was euch so einfällt, lasst uns die Gruppe nutzen, uns vernetzen, uns gegenseitig stärken und vielleicht ergibt sich ja das eine oder andere


Was wollen wir hier miteinander teilen?

Hallo, schön, dass sich jetzt doch immer mehr Menschen in dieser Gruppe einfinden, die hoffentlich noch viel größer wird.

Welche Themen interessieren euch? Was wollen hier miteinander teilen?

Erzählt doch mal, warum ihr der Gruppe beigetreten seid!

Kommentare

Gespeichert von Silvia am 24. Februar 2013 - 10:03

Hallo, hier herrscht immer noch Stille, obwohl wir immer mehr werden!

Lasst uns doch mal miteinander in Austausch kommen.

Ich fange mal mit einer Frage an:

Sind Kinder bei euren TT Treffen dabei oder erwünscht?

Bei uns haben wir jetzt angefangen wir das monatliche, große Treffen, das eher sachlich ist, eine Kinderbetreuung zu organisieren. Wir sind noch dabei, zu diskutieren, diese aus dem TT Budget zu bezahlen. eventuell will auch einer aus der Gruppe selbst die Betreuung übernehmen.

wir haben viele Leute mit Kindern in der Gruppe gehabt, aber die meisten sind wieder verschwunden. Wir vermuten, weil es nicht so einfach war, die Kinder zu integrieren.

wie ist das bei euch?


Artikel zur Debatte rund um Kitaausbau und Betreuungsgeld

Hier ist mein dreiteiliger Artikel zum Thema "Kitaausbau und Betreuungsgeld- eine kritische Betrachtung aus Postwachstumsperspektive"

Freue mich über Kommentare und Diskussionen!

unerzogen-2-2012-s10-s19%5B1%5D.pdf

heft-3-2012-s22-s33%5B1%5D.pdf

unerzogen-4-2012-s20-s31%5B1%5D.pdf

Kommentare

Bild des/r Benutzers/in Anette Herrmann

Hallo, interessante Idee. Es geht ja auch um die Zukunft unserer Kinder.

Und doch sind Kinder bei Permakultur-Seminaren und wohl auch TT-Seminaren nicht erwünscht. Das ist verständlich, so wie die Seminare aufgebaut sind, aber doch auch sehr schade. Ich komme nämlich wieder in die Situation in der ich mich gefälligst zu entscheiden habe.

Über Ökofeminismus weiß ich nicht viel, würde mich aber sehr über einen Austausch freuen. Viele Grüße von Anette aus Frankfurt

Bild des/r Benutzers/in Silvia

Hallo Annette, schön dass du das 1. Mitglied dieser Gruppe bist!

Ich habe die Idee dafür auf der Konferenz in Witzenhausen gehabt und tosenden Applaus bekommen. Fast alle haben mir zugestimmt, dass wir Kinder mehr integrieren müssen in TT Aktivitäten, aber auch generell sie Strukturen unsere Lebens und Wohnorte grundlegend ändern müssen, damit Kinder wieder dabei sein können, statt immer nur wegorganisiert.

Am (Öko) feminismus gab es auch großes Interesse. Leider hat sich aber außer die niemand registriert. Wir wollten im Sommer zusammen campen, uns mal live austauschen.

Ich muss die Gruppe wohl mal besser bewerben, am besten im nächsten Newsletter.

Bekannteste Ökofeministin ist Vandana Shiva.

Auf Wikipedia steht auch etwas dazu.

Natürlich ist der Ökofeminismus innerhalb der fem. Szene sehr umstritten, den der fem. Mainstream geht in Richtung "Erwerbsarbeit istgleich Emanzipation", doch wo bleiben in diesem Modell Kinder und die Verbindung zur Erde, zur Natur?

Bild des/r Benutzers/in Anette Herrmann

Hi Silvia, ich werde mich etwas kundig machen. 

Das wirtschaftliche Unabhängigkeit (von einem Mann) ein Grundpfeiler darstellt, diese Haltung teile ich. Aber wie diese wirtschaftliche Unabhängigkeit zustande kommt und ob dies allein durch Erwerbsarbeit und hier in welcher Form, sein muss,  darüber kann man sich sehr schön austauschen. Das wäre für mich auch ein interessantes Thema.

Bis dahin, Anette

Bild des/r Benutzers/in Maike Majewski

Hallo ihr zwei,

die fehlende Kinderbetreuung bei Transition-Treffen ist ein Thema, das eigentlich nicht hier sondern im allgemeinen Forum diskutiert werden sollte. Schließlich ist den Meisten gar nicht bewußt, dass sie Kinder ausschließen, wenn sie Veranstaltungen so planen, wie es eben üblich ist.

Mögliche Lösungen sind: Treffen im Garten oder auf dem Spielplatz, im Winter in kinderfreundlichen Cafés o.ä. Orten mit Spielzeug, damit die Eltern mit ihren Kindern kommen können.

Ich habe den Anspruch, dass diejenigen, die es nicht anders kennen, sich daran gewöhnen müssen, dass nicht nur volljährige, gesunde Menschen zu Transition gehören. Ich gebe aber zu, dass es nicht einfach ist, diesen Anspruch umzusetzen. So sind leider alle unsere bisherigen Orte nicht behindertengercht. Immerhin werden wir ab April eine angehende Gebärdendolmetscherin haben, dann zeigen wir den Film auch mal einem gehörlosen Publikum.

Was die finanzielle Unabhängigkeit angeht, so denke ich, dass dies nciht nur für Frauen gilt. Ich erlebe auch bei Männern, wie sie durch die derzeitige Arbeitswelt dazu gezwungen sind, mehr Zeit als sie wollen für den Beruf zu opfern, und dann zu wenig Zeit bleibt für ein ganzheitlicheres Leben.

Ich würde den Blog vielleicht umbenennen in: Inklusivität bei Transition Towns.

Liebe Grüße

Maike

Bild des/r Benutzers/in Stephanie Oswald

Hallo an alle Gruppenmitglieder! Ich bin gerade dabei meine Ausbildung zur Erzieherin zu beenden und halte es für enorm wichtig, gerade Kindern "Transition", als eigenes, pädagogisches Konzept beibringen zu können. Ich hoffe sogar darauf die nächste Generation für die Bewegung heranwachsen zu sehen und sie dabei zu unterstützen.

Bild des/r Benutzers/in Silvia

Hallo, ich glaube gerade dieses Denken, dass wir den Kindern ein Konzept vermitteln müssen, vermittelt gerade NICHT den Transition Ansatz. Ich habe eine sehr spannendes Projekt kennengelernt, bzw. stehe mit der Vorsitzendem in Kontakt:

www.draussenkinder.info

Das was dieser Verband fordert, deckt sich sehr von meinen Vorstellungen, einer "Transition Town". So kann ich mir auch vorstellen, dass Kinder zu verantwortungsbewussten und erfüllten Menschen heranwachsen, die nicht den ganzen Konsumkrempel brauchen. Ich finde das auch eine Schwachstelle in Hopkins 1. Buch, wo auf Kinder und Bildung lediglich damit eingegangen wird, dass man mehr Ökosachen in der Schule anbieten muss. Vielleicht ist das mittlerweile schon überarbeitet worden, aber wie der Verein sagt: Die Kindheit ist heute schon überpädagogisiert. Wir bei TT Witzenhausen machen auch oft den Fehler, den Kindern zuviel Programm anzubieten und merken, dass das oft gar nicht ankommt. Die Möglichkeit heutzutage für ein Kind mal in Ruhe spielen zu können, ohne dass Erwachsenen nerven, ist vermutlich mehr Wandel als alle Nistbaukästenworkshops  zusammen.

So jetzt hab ich ne provakante These in den Raum geworfen: Was denkt ihr?

Bild des/r Benutzers/in Sabrina Kneese

Ich gebe Dir vollkommen recht, Silvia.Würde noch ergänzen, dass es beim Spielen in Ruhe auch auf das Miteinander von Kindern ankommt. Die Kinder müssen in ihrem Lebensumfeld angemessene Spielpartner finden können und sie im entsprechenden Alter auch selbständig aufsuchen können.

Bild des/r Benutzers/in Anna Wetz

Ich habe grade das Buch " Wie Kinder heute wachsen " von Gerald Hüther und Herbert Renz- Polster gelesen und das Buch zum Film " Alphabet " und sehe das ebenfalls so , dass Kinder dringend mehr unorganisierte Freiräume brauchen , statt noch mehr Bildung !! Kinder sind heutzutage doch fast schon den ganzen Tag wegorganisiert , für " Wildnis " um brauchbar Wurzel zu schlagen beibt da kaum noch Zeit. Und so empfand ich die beiden Bücher teilweise sehr beängstigend , wiel ich dachte Oh Gott wie sollen unsere Kinder die Zukunft meistern , wenn wir ihnen ihr kreatives Denkvermögen schon in der Grundschule weg " bilden " .

Aber es hat mich auch ermutigt und inspirert meinen Kindern diese Freiräume zu ermöglichen und jedem die Bücher anzupreisen !!

Im April helfe ich dann bei der Organisation des Films Alphabet mit anschließender Diskussion , wo ich das Thema gerne mit dem Transition Gedanken verknüpfen möchte. Dafür such ich auch noch Gesprächspartner aus der Transition- Bewegung , also wenn jemand Interesse hat gerne melden.

liebe Grüße

Anna

Bild des/r Benutzers/in Silvia

Genau darum geht es bei draussenkinder ja auch. sie benutzen den begriff der "verinselten" Kindheit. sprich: Kinder können ihre einzelnen Aktionsorte nicht mehr zusammenhängend  begreifen oder begehen, sondern nur zusammen mit Erwachsenen oder sich in von erwachsenen geschaffenen räumen aufhalten (spielplatz, Ballettuntericht etc)

Das hängt ja zum Großteil mit den autos zusammen, mit der Stadtplanung, Architektur und auch unsicheren sozialstrukturen.

Daher finde ich ihren ansatz auch so transitionmässig:)

Bild des/r Benutzers/in Silvia

Hallo Anna, auch wenn ich klinge, wie eine bezahlte PR Frau für draussenkinder:)

Frag die doch mal, ob sie Lust haben ,zum Film zu kommen. Sie sind ja auch Dortmund, weiß ja nicht woher dur aus NRW kommst.

Bild des/r Benutzers/in Sabrina Kneese

Das Thema Autos, bzw. Verkehr beschäftigt mich sehr seit ich eigene Kinder habe. Ich fahre mit unserem (Lasten-)Fahrrad durch die Straßen, träume mir die Autos weg und sehe die freien Flächen für Pflanzen, Sitzgelegenheiten/Treffpunkte und, vor allem, spielende Kinder....unendliche Möglichkeiten könnten sich eröffnen und, nicht zuletzt, eine unvorstellbare Lebensqualität.
Es zieht immer mehr Menschen in die Innenstädte. Dort ist wenig Platz, dort fahren viele Autos, dort ist schlechte Luft, Lärm...Das ist paradox!

Ich möchte die Städte(r) unglaublich gerne von den Autos befreien =)

Bild des/r Benutzers/in Stephanie Oswald

Bei so ziemlich allem was Ihr, Anna, Silvia und Sabrina gesagt habt, kann ich euch nur zustimmen. Es ist schlimm das die Kinder so wenig Möglichkeiten haben um draußen zu spielen und das die Wege zwischen  Spielplatz,Bolzplaz, Wäldchen u.v.a. alle kaum alleine begehbar sind, für die Kinder. Überall sind Autos und überall werden auch die Kleinsten Schleichwege zugebaut oder für Autovekehr ausgebaut. 

Als ich noch ein Kind war, sind wir nur draußen rumgezogen und nach Schule und Hausaufgaben erst wieder nach Hause gekommen als es Abendessen gab.

In meinem ersten Beitrag auch das Wort "Konzept" eine Wirkung erzielt die ich nicht erwartet hatte.  Aber letztlich geht es mir eben um das was ihr gesagt habt, Kindern mehr freiräume zu lassen um in und mit der Natur aufzuwachsen, diese zu erkunden und selbst Erfahrungen zu sammeln. 

Aber vielleicht muss man, um einen Anfang zu machen, erst einmal einen Ort schaffen um Eltern und Kinder zu sensibilisieren? 

Es gibt ja pädagogische Konzepte da, ist der Transitiongedanke schon enthalten. Leider sind diese Konzepte selten oder werden von der Gesellschaft nur belächelt. Beispiel wären das Erziehungskonzept von Fröbel, Montessori, Pestalozzi und Steiner(Waldorfpädagogik).

Jedes diese Konzepte hat für sich, Transitionwerte enthalten. 

Meine Persönliche Vorstellung bei der Arbeit mit Kindern wäre das man, gerade für Klein- Vorschulkinder, einige Teile aus dem einen oder anderen dieser Konzepte kombiniert, um eine ausgewogene Mischung zu erhalten,die für die eigene Region passend ist.

Wie seht ihr das?