Gestaltung von Seminaren

Bild des/r Benutzers/in Steffi G.

Hallo, Ihr Lieben,

auch in dieser (thematisch sehr gut passenden) Gruppe möchte ich diese Frage stellen:

Wie waren bisherige Seminare gestaltet, die Euch richtig was gebracht haben (z.B.: Ihr habt den Stoff behalten und für Euch umgesetzt) und wie im Gegensatz dazu solche, die reine Zeitverschwendung waren?

Hintergrund: Ich plane, selbst Seminare zu Transition-Themen in Hannover zu organisieren (und z.T. auch selbst zu leiten) und möchte, dass die Teilnehmer begeistert sind und "alles" sofort umsetzen, statt die Kopien des PowerPoint-Vortrags im Regal verschwinden zu lassen ;-)

 

Vielen Dank für Eure Unterstützung!

Gruppenzugehörigkeit: 

Kommentare

Bild des/r Benutzers/in Hans-Werner Alpermann

Hallo Steffi,

ich stosse gerade auf dieses Thema, was für mich als Seminarveranstalter immer wichtig war und was ich als bedeutendes Thema unserer Zukunft sehe, Ich sehe keine Kommentare bzw. Unterstützung des Themas , gab  es bisher keine ? Herzlichen Gruß Hans-Werner

Bild des/r Benutzers/in Hans-Werner Alpermann

Ich kann dir aus meiner langen Erfahrung als Seminarteilnehmer und als Dozent für dieses Thema sicher das eine oder andere dazu mitteilen. Ich fand es immer interessa  wenn der Vortragende selbst begeistert ist von dem was er vorträgt, wenn er durch den Wechsel der Medien jeden dort abzuholen versuchte wo er ihn vermutete. Lachen und eie einfache Darstellung ist häufig ein guter Ansatz. Der Vorteil wenn ich einen Vortrag über Transition mache, habe ich es meist schon mit neugierigen Zuschauern und -Hörern zu tun. Wichtiges Element für Vorträge war für mich immer auch einen virtuellen Dialog herzustellen. Sie ahben sich sicher gefragt warum das so ist...

Nun, warum machen wir das so ...   Sie würden wahrscheinlich auch denken, dass...  Einweiteres mit Bildhafter Darstellung /Erklärung arbeiten usw. Das ist Stoff für eine ganze Vorlesungsreihe aber immer wieder spannend. Wenn du also etwas mehr Unterstützung brauchst, lass es mich wissen.. Grüsse aus Marokko ( So nennt man Margetshöchheim) bei Insidern.

Bild des/r Benutzers/in Maike Majewski

Hallo Steffi,

es ist zwar sehr lange her, dass du diesen thread begonnen hast, aber immer noch ein wichtiges Thema.

Ich denke, es ist essentiell, dass alle Transition-Veranstaltungen Elemente beinhalten, die die Teilnehmer dazu anregen, im Anschluss konkret etwas in Angriff nehmen zu wollen. Sie sollten idealerweise nach Hause gehen mit der Information, warum etwas getan werden muss und was genau sie als nächstes tun wollen, sei es im Transition-Zusammenhang, oder in irgend einem anderen verwandten Bereich.

Wie genau man diesen Anspruch umsetzt, hängt dann sehr von der Art der Veranstaltung ab, je nach Länge, Publikum, thematischem Zusammenhang...

Soviel zu meiner Weisheit,

Maike

Bild des/r Benutzers/in Frauke Godat

Hallo Steffi,

ich komme gerade aus Totnes, wo ich letztes Wochenende am Transition Town Launch Training teilgenommen habe.

Das Training war sehr inspirierend und interaktiv. Einen Überlick über Inhalte und Hinweise zu Methoden findest du hier:  http://www.transitionnetwork.org/training/courses/launch/launch-outline

Und hier einen allgemeinen Überblick zu Trainings, die bei Transition UK angeboten werden:  http://www.transitionnetwork.org/training

Viele Grüße aus Kiel,

Frauke

Bild des/r Benutzers/in Mit-Gründer

Weise gerne noch darauf hin, das wir diese Transition Kurse und den neuen Thrive-Kurs seit 2009 auch auf Deutsch an vielen wechselnden Orten in D /A/CH durchführen und das Angebot ständig erweitern.Aktuelle Termine sind immer auf dieser Website in der "Trainings" Sektion zu finden.Alle aktuellen Kursleiter_innen wurden dafür von Sophy u Naresh vom TN Network ausgebildet.
Bild des/r Benutzers/in Anja Hradetzky

Ich hab auf einem kleinen Festival einen Workshop zu Ernährung und Konsum gemacht und die Transition Initiativen angesprochen.

Es war eine lockere Gesprächsrunde, Aufhänger war "eine Ökobäuerin lädt zum Gespräch" und jeder durfte in einer Einstiegsrunde sagen, welche Themen er oder sie mitgebracht hat - darüber kamen wir gut ins Reden, jede*r konnte seine/ihre Erfahrungen einbringen und ich hab auf ein paar Sachen hingewiesen bzw. Dinge über Landwirtschaft erklärt - so kamen wir auf Solidarische Landwirtschaft, muttergebundene Kälberaufzucht und auch TT...  :)

Ich denke, jede*r hat ein paar neue Infos mitgenommen und konnte auch noch etwas nachlesen, weil ich paar Links per Mail verschickt habe.

Bild des/r Benutzers/in Roy Rempt

Ich empfehle auch hier, das Werkzeug (den Prozess) "Zukunftswerkstatt" , denn Zukunftswerkstätten habe ich immer als inspirierend und euphorisierend für die Teilnehmer/innen erlebt :) denn in diesen Treffen mit Werkstatt-Charakter, in denen Menschen gemeinsam (1. )all ihre 'Kritiken' (Ärger, Wut,..) einander präsentier(t)en (und erläuter(te)n) anschließend nach Ursachen dafür forsch(t)en und so Abhängigkeiten + Zusammenhänge fanden, die bis in ihre persönliche (Alltags-)Kultur und Alltags-Praxis bis hin zu ihren Kultur-Prägungen und Einstellungen führte, dies ermächtigt die Teilnehmer/innen ihre und die globale Zukunft durch Änderungen ihrer Alltags-Praxis und gegenseitige Nachbarschafts-Hilfe, Solidarität, Themen-Forschungs-Arbeits-Gruppen, Netzwerk+Gemeinschaftsbildung, Sharing (Teilen),.. so zu gestalten, dass ihre 'Kritiken' (Ärger, Wut,..) aufgelöst werden können. Ich fragte immer wieder nach, damit sie auch tief genug nach den Ur-Ursachen für ihre 'Kritiken' (Ärger, Wut,..) suchten und auch sehr weit reichend über Auswirkungen gelebter Alltags-Praxis forschten, um später nicht Ursachen auszulassen oder sogar Fehler zu reproduzieren. (2.) begleitete ich sie in einer 'Zukunftsreise' um ihre persönliche Wunsch-Zukunft zu finden, die sie dann einander vorstellten und die nun nicht mehr auf den Gründen des Kritisierten beruhten :) in Folge dessen, dass sie sich auch diese einander Zeigten und erklärten, entstand weiteres starkes Vertrauen zueinander (3.) begleitete ich einen Planungsprozess um gemeinsam die 'Schritte', Taten,.. zu finden, die zu tun sind um in der gewünschten Vision anzukommen, jeweils in kleinen Gruppen, die sich 'automatisch' durch unterschiedliche 'Wege', unterschiedliche Schwerpunkte, unterschiedliche Fähigkeiten,.. bildeten, ..jedoch mit viel Kooperations-Angeboten :) prozess-inhärent entsteht das Muster der ' Soziokratie ', wo in jeder Themen-Gruppe auch Menschen aus anderen Themen-Gruppen waren wie auch die intern-transparente offene Planung :) auch Wegen der großen sichtbaren und erlebbaren Übereinstimmung in vielen Punkten (Kritiken, Visionen, Ziele, Wege, Schritte) entstanden immer viele sehr ziel-effizient wirkende, euphorisierte, lebendige Teams und Initiativen :) Dem Prozess sollte mindestens ein Wochen-Ende Zeit gegeben werden, sonst kann er nicht die Tiefe erreichen und ist daher nicht effizient :) Anleiter/innen und weitere Beschreibungen findest Du auf  http://zwnetz.de oder auf  Wikipedia und auf youtube eine sehr oberflächliche 5-Min-Kurz-Beschreibung https://youtu.be/TkcqZhgBAWM + ein 1:20h-Interview mit Robert Jungk , dem 'Spender' des Werkzeugs 'Zukunftswerkstatt' :) https://youtu.be/e8oGr2AuQ5U
..ich empfehle zudem die Zukunftswerkstatt u.a. mit effizienten Techniken der Konflikt-Transformation zu bereichern, damit diese bekannt sind und auch später genutzt werden und es unmöglich wird, dass Menschen, die schon durch den Prozess einer Zukunftswerkstatt gingen, irgendwann in Streit auseinander gehen ;)