Brandbrief der Heiligenfeld-Kliniken zu "kollektivem Burn-Out" in unserer Gesellschaft: Aufruf zur psychosozialen Lage in Deutschland

Bild des/r Benutzers/in Mit-Gründer
Da wir oft auf grosses Interesse in "Transition-Kreisen" über dieses Thema treffen und es ja auch u.a. bei den Kursen selber im Transition-Modell ansprechen, erlaube ich mir, euch diesen " Aufruf zur psychosozialen Lage in Deutschland" hier vorzustellen.

Also: Wenn eben möglich, geht bitte mit euch selber so nachhaltig um wie ihr es euch für die Erde wünscht, und achtet auf euch untereinander in eueren Transition-Initiativen!

Niemand hat etwas davon wenn Frau/Mann sich z.B. aus bestem Antrieb für die eigene Initiative total auspowert & aufreibt; was nicht heist das Frau/Mann nicht phasenweise und wo angemessen natürlich gerne & gut dafür viel Energie aufbringen kann.

Herzliche Grüße
Gerd

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Pressemitteilung       25.10.2010

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

21 leitende Ärzte und Wissenschaftler rufen zu einem gesellschaftlichen Dialog über die psychosozialeLage in Deutschland auf. In ihrem Aufruf zeigen sie sich tieferschüttertüber die Entwicklung der seelischen Krankheiten in unserer Zeit. Über1.250 Fachleute unterstützen den Aufruf bereits durch ihre Unterschrift.Täglich werden es mehr.

 

Zu dieser außergewöhnlichen Initiative erhalten Sie anbei eine Pressemitteilung, den Originaltext des Aufrufssowie zur weiteren Informationsgewinnung einen FOCUS-Artikel, der heutedazu erschienen ist.

 

Wenn Sie mithelfen wollen, den Dialog in der Gesellschaft anzustoßen, dann freuen wir uns über eineBerichterstattung.Die Erstunterzeichner des Aufrufs stehen Ihnen hierfür gerne zurVerfügung.Alle weiteren Informationen finden Sie auch im Internet unter www.psychosoziale-lage.de oder auf der Facebook-Seite mit dem TitelPsychosozialeLage in Deutschland.

 
 

Aufruf zur "psychosozialenLage"

 

21 leitende Ärzte und Wissenschafter bringen in einem Aufruf ihre persönliche tiefeErschütterungüber die psychosoziale Lage in Deutschland zum Ausdruck. Über 1.250Fachleute aus dem Bereich der Behandlung und der Begleitungpsychosozialerund seelischer Probleme unterstützen die Initiative bereits mit ihrerUnterschrift.

 

In allen gesellschaftlichenBereichen, allen Altersgruppen, bei beiden Geschlechtern, in allenSchichtenund in allen Nationen zunehmenden Wohlstands nehmen seelischeErkrankungenzu und besitzen ein besorgniserregendes Ausmaß im Hinblick aufArbeitsunfähigkeit,Berentung, Behandlunsnotwendigkeit, Produktionsausfälle undgesellschaftlicheKosten. Aufgrund dieser Entwicklung ist trotz des kontinuierlichverbessertenVersorgungsangebots eine angemesse Behandlung nur in Ansätzen möglich.Angesichts der vorherrschenden gesellschaftlichen Orientierung anmateriellenund äußeren Werten wird die Bedeutung des Psychoszialen dramatischunterschätzt. Daher wird ein gesellschaftlicher Dialog über dieseSituation in allen relevanten gesellschaftlichen Feldern und nicht nurin der psychosomatischen Medizin nötig.

 

Die Unterzeichner des Aufrufs wollen nicht bestimmte gesellschaftliche Sektoren für diesedramatische und nicht angemessen erkannte Entwicklung verantwortlichmachen, sondern zu einem offenen gesellschaftlichen Dialog über diepsychosoziale Lage, die möglichen Ursachen und sinnvolleHandlungsansätzeaufrufen. Dabei werden sie nicht von individuellen, berufspolitischenund institutionellen Interessen geleitet, sondern sie wollen sich alsMenschen äußern, die in diesen Fachgebieten Veranwortung tragen.

 

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.psychosoziale-lage.de oder auf der Facebook-Seite mit dem Titel"PsychosomatischeLage in Deutschland".

 


Kommentare

Bild des/r Benutzers/in Tanja Kötting

Ich finde es erschreckend, wie gerade auch in einem Bereich, der sich eigentlich schon in Richtung eines neuen Denkens und Handelns (Nachhaltigkeit in verschiedenen Bereichen) bewegt, das Modell "Arbeit ist am wichtigsten" und dem wird alles untergeordnet, weiterhin Bestand hat.Wenn Menschen sich z.B. mit ganzheitlicher Medizin, umweltfreundlicher Produktentwicklung, Recycling, Bewusstseinsentwicklung, usw. beschäftigen und sich stehts dem Bedürfnis ihrer "Kunden" unterordnen (nach dem Motto: der Kunde ist König), dann geht meiner Meinung nach etwas schief! Auch Kunden dürfen meiner Meinung nach nicht immer erwarten, dass all ihre Anliegen, Wünsche und Bestellungen immer sofort bedient werden. Ich weiß nicht, ob ich mit dieser Einstellung allein dastehe, oder ob ich einfach nicht genug "betriebswirtschaftlich" veranlagt bin.Tanja Kötting