Militäranalytiker: Wir müssen unsere Gesellschaft vollständig "dekarbonisieren".

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Auf sueddeutsche.de gefunden:

Wir müssen, so Dyer, unsere  Gesellschaft  vollständig "dekarbonisieren". "Wenn wir es bis zum Jahr 2050 nicht geschafft haben, die Emissionen von Treibhausgasen auf Null zurückzufahren (...), dann wird die zweite Hälfte des 21. Jahrhunderts eine Zeit werden, in der zu leben sich keiner wünschen würde."

Die Schlussfolgerung des Beitrags:
Gwynne Dyer kommt immer wieder zu nur einer Lösung: Um überhaupt zu einer weltweiten Übereinkunft zu kommen, müssen wir akzeptieren, dass jedem Mensch die gleiche Menge an CO2 zur Verfügung stehen darf - und diese Menge ist sehr viel kleiner als das, was durchschnittlich im Westen verbraucht wird. Eine Alternative? Gibt es nicht.
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Kommentare

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Der Link ist irgendwie unvollständig herausgekommen. Ich habe den entsprechenden Artikel rausgesucht: http://www.sueddeutsche.de/wissen/klima-und-krieg-eine-zeit-in-der-zu-leben-sich-keiner-wuenschen-wuerde-1.1028190
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Heute noch zwei weitere interessante Artikel gefunden.

Auf ZEIT-Online einen wenig erfreulichen Artikel über die Werbefeldzüge von Klimawandel-Skeptikern und ihren zunehmenden Erfolg.

Und auf suedeutsche.de ein Interview mit Yvo de Boer , der die Klimakonferenz in Kopenhagen geleitet hat. Ein Satz ist mir daraus besonders hängen geblieben:
Wenn Sie mit den Politikern persönlich sprechen, dann sind das alles sehr nette und sensible Leute. Wenn Sie sie aber gemeinsam in einen Raum sperren, dann ändert sich plötzlich alles.
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und wo wir schon dabei sind: Die taz berichtet über den Klimaskeptizismus und die neuen Gegenmaßnahmen der Wissenschaftler: http://www.taz.de/1/zukunft/umwelt/artikel/1/schwur-gegen-verschwoerer/ Liebe GrüßeSimon
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Enrico Rosenkranz schrieb:
Ich habe vom Klimawandel kaum Ahnung. Ich bin der Meinung, dass das Verbrennen von fossilen Kohlenwasserstoffen in gewaltigen Größenordnungen Auswirkungen haben muss, welcher Art auch immer.

Es besteht zwar die Freiheit von Forschung und Lehre. Was mich stört ist, dass wir ein gewaltiges Heer von Leuten haben die sich mit dem Klima und deren Folgen beschäftigen, die um die Welt fliegen, sich auf Kongressen präsentieren und teure Apparaturen in der ganzen Welt aufbauen - die aber letzlich immer nur eine Handlungsanleitung an die Menschen geben und sich selbst davon gern ausnehmen: Die Reduzierung der Umwandlung von fossilen Kohlenwasserstoffen zu CO2 und Energie.
Das ist doch reine Verschwendung von Energie und Steuergeld. Diese Menschen sollten sich anderen Dingen zuwenden z.B. wie bekomme ich kostengünstig das CO2 in der Atmosphäre auf den Wert kurz vor der industrieellen Revolution gesenkt.
Aber auch dafür gibt es schon erste Lösungen: Verfrachtung von Holzkohle in den Boden (siehe Terra Preta), etc.

Die Klimawissenschaftler könnten sich der Landwirtschaft/Permakultur zuwenden und dort für weitere Erkenntnisse sorgen. Es ist natürlich spannender mit der neusten Technik Klimawissenschaft zu betreiben, als einen Spaten und Hacke in die Hand zu nehmen und so zu forschen.

Ich weiß aber selbst wie schwer das ist, mit alten Gewohnheiten zu brechen. Billiges ÖL und Gas haben uns verdammt bequem gemacht.....

Nicht alle Klimawissenschaftler sollen nun ihren Beruf an den Nagel hängen, aber brauchen wir wirklich so viele Menschen, die in diesem Bereich forschen? Ich meine nein.
Das sehe ich auch so: Brauchen wir wirklich die 986. Studie über die Auswirkungen des Klimawandels in Herne-Nord, oder brauchen wir Forschung an Lösungen? Terra Preta ist da ein Beispiel. Wo, liebe Klimaforscher, bekomme ich einen Pyrolysekocher her, könnte ihr mir da weiterhelfen? Wie baue ich einengescheiten, solar betriebenen Lebensmitteltrockner? Wie eine Komposttoilette, ein Kleinklärwerk in der Stadt? Kann ich aus einem Parkplatz einen Gemüsegarten machen, und wenn ja, wie? Ich hab noch eine ganze Reihe solcher Fragen, und hör von Klimaforschern höchstens "Fahrt weniger Auto und installiert Euch Solar aufs Dach". Super, das hab ich aber vor der 150. Sendung über schmelzende Gletscher auch schon gewusst.Mollison hat in den 70er Jahren mal (sinngemäß) geschrieben, wir hätten (damals!) genug über die Probleme geforscht, und wüssten genug, um daranzugehen, sie zu lösen. Recht hat er damals gehabt, und Recht hat er damit heute noch viel mehr....und wunderschön übrigens, daß ich hier bei Transition Town so viele Leute kennenlernen durfte, die sich mit solchen Fragen wie denen oben beschäftigen, da bin ich Euch allen mächtig dankbar für!