Dialog-Labor: Wem gehört der Boden - und wer profitiert davon?

Eventinfos
Dauer: 
Mittwoch, 18. November 2026 - 19:00 bis 20:30
Adresse: 
Allschwilerplatz 22
Vorstadttheater Basel
4055 Basel
Schweiz
Organisiert von: 
Verein Gemeingut Boden

Wem gehört der Boden und wer profitiert davon? Ein Abend, der berührt, anregt und nachwirkt

Das Dialog-Labor kommt erstmals in die Schweiz: Am 18. November 2026 laden der Verein Gemeingut Boden und das Vorstadttheater Basel zu einem Abend, der die Bodenfrage künstlerisch und wissenschaftlich beleuchtet und sie erlebbar macht, mit Gespräch, Musik und literarischer Lesung.

Boden ist Heimat und Handelsware, Lebensgrundlage und Spekulationsobjekt und er weckt starke Gefühle: Hoffnung, Sorge, Zugehörigkeit, Wut. Wo Menschen ihre Wohnung verlieren, Bäuerinnen und Bauern um ihr Land ringen und Preise ins Unbezahlbare steigen, prallen Interessen aufeinander. Es gibt Widersprüche, und es gibt Widerstände. Und doch wird selten laut gefragt: Wem gehört der Boden, wer profitiert von seinen Erträgen, wem und wozu sollte Boden dienen?

Am Mittwoch, 18. November 2026, um 19:00 Uhr stellt das Vorstadttheater Basel diese Fragen ins Scheinwerferlicht. Gemeinsam mit dem Verein Gemeingut Boden bringt es das Dialog-Labor aus Deutschland erstmals in die Schweiz. Das Format verbindet Gespräch, Wissen, Musik und literarische Lesung zu einem Abend voller Eindrücke. Es beleuchtet das Thema mittels Kunst und Wissen und macht es erlebbar: nicht als trockener Vortrag über Paragrafen und Preise, sondern als Begegnung, die Kopf, Herz und Ohr anspricht.

Drei Stimmen, drei Zugänge

Orchestriert wird der Abend von Dirk Böttcher. Der Journalist ist seit über 30 Jahren unterwegs und hat für das Wirtschaftsmagazin brand eins immer wieder komplexe Themen an der Schnittstelle von Wissenschaft, Gesellschaft und Wirtschaft aufgerollt. In «Das verkaufte Land – Bauern, Böden und Kapital» (brand eins / Rowohlt) zeigt er, wie viel in dieser Ressource steckt: Ökonomie, Ökologie, Geschichte und Biologie. Er spürt den Widersprüchen nach, die dabei sichtbar werden. Böttcher lebte viele Jahre in Quebec und ist heute in Rostock und Parchim zu Hause.

Den Blick auf die Stadt bringt Luisa Gehriger mit, Soziologin und Stadtforscherin mit Wurzeln in Basel. Am Wohnforum der ETH Zürich untersucht sie, wie Mieter:innen heute aus ihren Quartieren verdrängt werden und wie die Behandlung von Boden nicht länger als Ware, sondern als ein Gemeingut ein Ausweg sein könnte. Ihre Forschung gibt dem Verlust von Zuhause eine wissenschaftliche Stimme.

Dem künstlerischen Ausdruck gehört der Basler Musiker Kaspar von Grünigen. Seine Musik übersetzt, was Zahlen und Analysen nicht fassen: das Gefühl von Verwurzelung und Verlust. Er gibt einen ersten Einblick in «Songs of Grund und Boden», sein Projekt, das am 26. Februar 2027 Premiere haben wird.

Ergänzt wird das Programm durch die literarische Lesung von Texten. Sie schenkt der Bodenfrage eine weitere künstlerische Darstellung: Sprache, die Bilder erzeugt, wo Statistiken schweigen.

Eckdaten

  • Was: Dialog-Labor zum Thema Boden
  • Wann: Mittwoch, 18. November 2026, 19:00 Uhr
  • Wo: Vorstadttheater Basel
  • Programm: Gespräch, Wissenschaft, Musik, literarische Lesung
  • Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht nötig.

 

Über den Verein Gemeingut Boden
Der Verein Gemeingut Boden wurde 2024 gegründet und setzt sich für eine am Gemeinwohl orientierte Bodenpolitik in der Schweiz ein. www.gemeingutboden.ch

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