11. Januar 2014 - 2. Permakulturtreffen Riem

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Nachdem das erste Permakulturtreffen so gut besucht war und es offenbar den meisten viel Spass und Inspiration und fruchtbaren Austausch gebracht hat, und der Wunsch nach Mehr bestand, habe ich den Gemeinschaftsraum in unserem Wohnprojekt für ein zweites Treffen gebucht:

am Samstag, den 11.1. um 18 Uhr

Keine Vorkenntnisse erforderlich.

Themen:

Nachdem beim ersten Treffen vor allem das gegenseitige Kennenlernen und allgemeine "Woher-Wohin" im Vordergrund stand, wollen wir diesmal etwas strukturierter auf die ethischen Grundlagen und ihre 12 Prinzipien als Werkzeug zu praktischer Umsetzung (im Garten UND im sozialen/gesellschaftlichen Umgang) eingehen.

Für alle, die neu dazukommen soll das Kennenlernen natürlich auch wieder möglich sein!

Ich habe festgestellt, dass das Thema "Transition" sehr viele Überschneidungen mit Permakultur hat, oder anders gesagt: für mich liegt die Faszination für Permakultur vor allem darin, dass sie uns ein Werkzeug an die Hand gibt, praktische Lösungsansätze für unser Bestreben nach einer besseren, gerechteren und nachhaltigen Gesellschafts- und Wirtschaftsform zu finden. Gerade in unserem Gründungsstadium könnte es hilfreich sein, sich mit dem Konzept der Permakultur von Anfang an auseinanderzusetzen, und so möglicherweise unseren Fortschritt beschleunigen und uns helfen Fehler zu vermeiden.

Ich könnte ein Kurzreferat zu "Was ist Permakultur?" (inklusive Ethik und Prinzipien) anbieten.

Schön wäre es, wenn sich noch ein oder zwei Menschen melden würden, die schon Permakultur-Erfahrung haben und aus der Praxis berichten möchten.

Beim letzten Mal haben wir uns auch zwei kurze Filme angesehen, die sehr inspirierend waren. Ich werde versuchen, wieder etwas in der Richtung zu finden (Tipps willkommen!)

We sich noch bei der inhaltlichen Organisation des Treffens beteiligen möchte, möge mich bitte kontaktieren.

Wer neu dazukommen möchte, und die beiden Kurzfilme vom letzten Mal ansehen möchte, findet sie hier im Internet:

(1) Sepp Holzer

http://www.youtube.com/watch?v=U-boqDNJZPY

(lasst euch nicht von dem albernen Untertitel "neue Weltordnung" irritieren)

(2) Miracle Farms

http://www.youtube.com/watch?v=3riW_yiCN5E

Wegweiser:

Zu erreichen mit der U2 bis Messestadt Ost (hinten aussteigen), 5 Min. Fussweg bis Heinrich-Böll-Str. 75, dann durch den orangefarbenen Durchgang in den Innenhof gehen. Der Veranstaltungsraum liegt im 1. Stock über dem Café Riemini (ist ausgeschildert - und zu erreichen über den Lift an der Ecke).

Gruppenzugehörigkeit: 

Kommentare

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Das gestrige Permakultur-Treffen war mit knapp 30 Personen erfreulich gut besucht. Nicht alle Teilnehmer kamen aus der Transition-Gruppe, viele auf Zuruf und Mund-zu-Mund-Propaganda über andere Quellen wie zum Beispiel Urbane Gärten München, sowie aus der unmittelbaren Nachbarschaft des wagnis Wohnprojekts in Riem.

Zunächst gab es einen kurzen Vortrag darüber, inwiefern Permakultur ein "Denken in Systemen" ist, und inwiefern die drei ethischen Grundsätze (Sorge für die Erde, Sorge für den Menschen, Faires Teilen) sowie die 12 Grundprinzipien der Permakultur unmittelbare Entsprechungen und Überlappungen mit Transition-Aktivitäten haben (=> "soziale Permakultur"), und somit Permakulturistisches Denken eventuell ein hohes Potenzial bietet, um positive Änderungen für unsere Gesellschaft umzusetzen.

Als praktisches Beispiel für Anwendung von Permakultur im Alltag (im Garten) stellte Elisabeth ihren Design-Plan vor, erläuterte zahlreiche Aspekte anhand von konkreten Beispielen, und beantwortete viele Fragen der Anwesenden rund um praktische Permakultur.

Alle Anwesenden erzählten kurz, wie sie zur Permakultur (oder einem Interesse daran) kamen. Danach fand ein freier, formloser Austausch in vielen persönlichen Einzelgesprächen und Grüppchen statt.

Die meisten trugen sich auch in die ausliegende Vernetzungs-Mailingliste ein.

Allgemein besteht der Wunsch nach Fortsetzung von Treffen dieser Art. Die Initiatorinnen dieses Treffens (Elisabeth, Sabine und Juliane) betonen, dass diese Treffen keine "Leitung" haben, und jede/r der Beteiligten herzlich eingeladen ist, bei Organisation, Planung und mit Themenbeiträgen aktiv beizutragen.

Ein Vorschlag (von Sabine, Elisabeth und Juliane abends nach dem Treffen kurz angedacht) für das Thema des nächsten Treffens könnte sein: "Permakultur und Gesundheit".

Rückmeldungen, Vorschläge und Beteiligungsangebote sind erwünscht :-)

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Hallo Juliane, mir kam letzte Nacht noch die Idee, dass man auch ein "Permakultur-Café" für Treffen an einem Wochenendvormittag einrichten könnte. Dadurch wäre auch eine sehr informelle Atmosphäre gegeben, die einen unkomplizierten Austausch in kleineren Gruppen erleichtert, wie das gestern am Schluss der Fall war.

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Klingt eigentlich noch besser. Gerade diese neuen Formen der Kommunikation könnten sehr nützlich sein - könnten wir dazu eine kurze Übersicht verschiedener Techniken sammeln und als Links posten?

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Eine sehr interessante Technik ist meiner Meinung nach "Stigmergy" - ich zitiere hier aus dem Wikipedia (Hervorhebung von mir):

https://en.wikipedia.org/wiki/Stigmergy#Stigmergic_behavior_in_soci...

Stigmergy also occurs with social movements, such as the arc from Wikileaks cable release in Summer 2010 to the developments in global Occupy movement . [ 8 ] The steady rise of Wikipedia and the Open Source software movement has been one of the big surprises of the 21st century, threatening stalwarts such as Microsoft and Britannica , while simultaneously offering insights into the emergence of large-scale peer production and the growth of gift economy . [ 9 ]

New governance shall be based on systems , not land mass, and that governance be by user groups, not elected officials . Stigmergy is the most effective way for those user groups to govern systems. Systems are currently primarily run by competitive organizations . Competition creates redundancy, is slow and wastes resources on idea protection , advertisement , and more. The alternative to competition has traditionally been collaboration . This is most effective only in groups of two to eight people. With stigmergy, an initial idea is freely given, and the project is driven by the idea, not by a personality or group of personalities. No individual needs permission (competitive) or consensus (collaborative) to propose an idea or initiate a project. [ 10 ] [ 11 ] [ 12 ] For example, after David Graeber studying Betafo, a rural community in Madagascar made up of the descendants of nobles and their slaves. Because of spending cuts mandated by the International Monetary Fund , the central government had abandoned the area, leaving the inhabitants to fend for themselves. They did, creating an egalitarian society where 10,000 people made decisions by stimergic consensus . When necessary, criminal justice was carried out by a mob, but even there a particular sort of consensus pertained: a lynching required permission from the accuseds parents.

Ich selbst habe davon zum ersten Mal vor etwa 2 Jahren im Rahmen der Occupy-Bewegung gehört, und denke diese Technik für egalitäre Selbstorganisation wäre es vielleicht wert, dass wir sie ausprobieren.

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Gibt es denn schon einen Termin fürs nächste Treffen?